Texte: Kändler, Kreisler, Knef, Klabund und Grasshoff
Musik: Andreas N. Tarkmann, Schmid, Kreisler, Niessen und Grund
Am Klavier: Uli Schmid
Ankündigung:
Foto: Armin Plöger
Foto: Armin Plöger
Wenn Erwin Schütterle seine gold glänzende Brokatweste überzieht, hat er zumeist einen ganz besonderen Künstler zu Gast in seinem schuckeligen Konzertstübchen, dem Kanapee.
So auch dieser Tage: An insgesamt sechs (bereits ausgebuchten) Abenden präsentiert die Diseuse Alix Dudel ihr neues Programm „gestern war ich morgen schon“, das neben frech-frivolen Evergreens von Knef und Kreisler („Wenn die Mädchen nackt sind“) auch ein paar taufrische Chansonos zu mal hintersinnigen, mal herrlich blöden Texten des hannoverschen Wortakrobaten Friedhelm Kändler präsentiert.
Doch eigentlich ist es fast schnuppe, wessen Worten die Chansonnière ihre rauchig-warme Stimme schenkt – sie selbst, eine hochgewachsene, herbe Schönheit mit Charme und Charisma, ist die eigentlich Sensation des Abends. Man hält unweigerlich die Luft an, wenn man die Dudel in einem Traum von nachtblauer Samtrobe mit lässiger Eleganz auf Schütterles Minipodium stöckeln sieht (im zweiten Teil trägt sie dann, nicht minder elegant, einen raffiniert geschnittenen Hosenanzug). Ebenso bestechend wie ihr Stilgefühl und der zarte Schmelz ihrer Stimme ist der Facettenreichtum ihrer Darstellung… Mal mimt sie das Mauerblümchen, mal die Melancholische, mal wird sie zur Diva, mal zum Vamp.
Und stets trägt sie ihr Klavierpartner Uli Schmid mit feinfühligsten Tastenkünsten geradezu auf Händen…
Alix Dudel begeistert mit ihrem Programm „Gestern war ich morgen schon“ in Kunst & Bühne
Sie kippte Gläser um und entflammte Herzen. Das Wort Tuchfühlung bekam bei Diseuse Alix Dudel eine neue, sehr hautnahe Dimension. Mit ihrem Programm „Gestern war ich morgen schon“ gastierte sie – begleitet von Uli Schmid am Klavier – in Kunst & Bühne.
CELLE. … … Sie ist Meisterin der Sprache, des Gesangs, der Schauspielkunst. Im Nu war der wundervolle Abend vorbei. Drei Zugaben wurden erklatscht, und doch war es viel zu früh zum Gehen.