1996 · Ab ins Desaster

Erste Aufführung im November 1996 im Künstlerhaus Hannover

Alle Texte: Friedhelm Kändler
Am Klavier: Uli Schmid
Regie: Friedhelm Kändler

Ankündigung:

Der Tüll ist weiß, die Gedanken sind dunkel. Alix Dudel lädt ein zu einer lustvollen Rutschpartie ins Reich der Näpfe. Da mangelt es weder an Verruchtem noch an liebenswert hausfraulicher Sehnsucht, wenn sie mit Charme und Poesie das Geschenk der Senilität besingt, Krawattierte vor die Tür schickt oder die Leidensgeschichte eines Fleischklopsspießes erzählt.

   Gleich fünf Komponisten ließen sich von Kändler Texten inspirieren, und Regie führte der Dichter selbst.

   So seien Sie versichert, dass die Nuance eines Gummihandschuhs der Literatur durchaus dienlich ist

Foto: Armin Plöger

Foto: Armin Plöger

Programm (unvollständig)

Rezensionen (Auswahl)

Alix Dudel sang Kändler im Künstlerhaus

"Ich bin so schön, da kann ich gar nicht hinsehn..."

HANNOVER. „Um Gottes Willen“, murmelte Friedhelm Kändler im Zuschauerraum, als die Lichter vor der Vorstellung langsam erloschen, „jetzt hab‘ ich keinen einfluss mehr.“ Musste der hannoversche Stardichter auch nicht: Was die Diseuse Alix Dudel in Gesang und Sprache mit seinen nagelneuen Texten veranstaltete, passte zu seinen Versen.

   „Ab ins Desaster“ hieß das Programm im fast ausverkauften Künstlerhaus. „Ein wunderschöner Titel für eine Premiere“, meinte Kändler vorab. Jedoch kein prophetischer – hier kamen die Besucher auf ihre Kosten.

   Auftritt der Dudel in großer Robe, und schon nach der allerersten Textzeile hat sie die Herzen des Publikums gewonnen und die Lacher auf ihrer Seite: „Ich bin so schön, da kann ich gar nicht hinsehn“, raunt die Sängerin mit der dunklen Stimme im Tragödienton. Und los geht die Reise durch die poetische, manchmal etwas ferkelige, und oft sehr komische Wortwelt des Friedhelm Kändler.   …                                                                

Jörg Worat, Neue Presse, 02. Dezember 1996

"Ab ins Desaster" mit Multi-Talent Alix Dudel

Porträt zum 10jährigen Bühnen-Jubiläum in Bild Hannover

„Ich habe eigentlich alle meine Jobs gut gemacht“, erinnert sich Alix Dudel (40). „Auch damals, als ich noch Taxi gefahren bin oder im Teeladen gearbeitet habe.“ Mag sein – doch die Herzen vieler Menschen hat sie ganz sicher durch ihre Kunst gewonnen. Jetzt feiert Hannovers bekannteste Diseuse ihr 10jähriges Bühnenjubiläum.  …                 

Janus Baumann, 29. Januar 1997

Begeisternder Auftritt von Alix Dudel im Horster Harlekin

Weißer Taft und schwarzes Kleid

HORST. Im hochgeschlitzten schwarzen Abendkleid, eingehüllt in weißen Taft walllt Alix Dudel auf die Bühne des Horster Harlekins. Sie beginnt aus der Tiefe ihrer Verhüllung mit melancholischer Stimme ein Klagelied auf die Schönheit zu singen. Strassblitzend und mit großen Gesten berichtet die Künstlerin davon, wie schwer es ist, wirklich schön zu sein. Bereits die Einleitung schlug das Publikum der ausverkauften Kleinkunstbühne in ihren Bann…

Leinezeitung Garbsen, 21. Februar 1997

Diseuse Alix Dudel in der Neuen Schmiede

"Ich rutsch so gerne"

BIELEFELD. „ab ins Desaster“, so lautet das Programm von Alix Dudel. Schon vor der Show gab es ein kleines Desaster mit dem Bühnenaufbau in der Neuen Schmiede.

   Bei Alix Dudel geht es jedoch um andere Katastrophen. Denn die Chanson-Sängerin und Diseuse aus Hannover sucht sich ihre Fettnäpfe schon selbst aus. Mit Lust und Absicht voll hinein, das ist ihr Motto auch an diesem Abend…

Neue Westfälische, 14. Mai 2002

Hannoveranerin mit "Ab ins Desaster" im Kulturspeicher

Publikum hält Schönheit von Alix Dudel aus

LEER. Die Lady ist ein Luder. Oder nicht? Wer schafft es sonst, so arrogant und mit verruchter Stimme ins Mikrofon zu hauchen: „Ich bin so schön. Im Glück vergehe ich und ersticke. Wer hält meine Schönheit aus?“ Und dabei die schmalen Hüften in einer Weise zu schwingen, dass jeder im Publikum die Qualität des rubinroten Samts bewundert, der den Körper kleidsam umhüllt und in der Mitte von einem Reißverschluss zusammengehalten wird. Weiße Tüllschleier wallen von den Handgelenken in Richtung Boden und unterstreichen jede Geste wirkungsvoll. Den Kopf schmückt ein schwarzer Hut…

Gabriele Birkhölzer, Ostfriesen-Zeitung, 27. Mai 2002

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