1995 · Adebar naht im Eirausch

Erste Aufführungen am

Sinn und Unsinn mit Friedhelm Kändler (Dichter)
Matthais Wesslowski (Illusionist)
Alix Dudel (Diseuse)
Uli Schmid (Pianist)

 

aus dem Programmheft:

 

Foto: Michael …

Foto: Armin Plöger

Programm (unvollständig)

Rezensionen (Auswahl)

Lesesommer mit literarisch-musikalischer Revue und Bücherflohmarkt

Geistreicher Unsinn genial verpackt

STEINHORST.  „Poeich, Poedu, Poeer, Poesie“, dichtete Friedhelm Kändler, der geniale Sprachakrobat. Gemeinsam mit Diseuse Alix Dudel, Illusionist Matthias Wesslowski und Pianist Uli Schmid begeisterte er das Publikum im Schulmuseum Steinhorst…

Isernhagener Kreisblatt, 24. August 1994

Unbändiges Spiel mit Worten und Erwartungen

„Adebar naht im Eirausch“ mit Friedhelm Kändler und Alix Dudel in der Kulturfabrik

HILDESHEIM. WoWo ist die Frage auf die Antwort des DaDa. Die Zuschauer im gut besuchten großen Saal der Kulturfabrik erleben ein Wiederaufleben der Kultur Anfang des Jahrhunderts. Die Wortspielerei und Dichtkunst des bekennenden Wo-Woeten Friedhelm Kändler lassen mit ihrer Darstellung erahnen, was im „Kabarett Voltaire“ der zwanziger Jahre von Kurt Schwitters geboten wurde.

   Auf der Bühne stehen neben dem Dichter die Sängerin Alix Dudel, der Zauberer Matthias Wesslowski und Uli Schmid am Piano. Sie beherrschen postmoderne Rap-Passagen ebenso wie ein klassisches Anagramm….

Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 16. November 1995

"Stolzenauer Winter" präsentierte "Adebar naht im Eirausch"

Mehr als nur eine Revue

Was geschieht, wenn man in einer renommierten Wochenzeitung seine eigene Todesanzeige liest? Muss man umdisponieren, das Essen bei Bekannten absagen oder noch die Hemden aus der Wäscherei abholen? Derart profane Fragen weichen allerdings bald freudiger Erkenntnis: Man hat Zeit füreinander, die Sonne scheint, es ist „Ein schöner Tag“.

   Ähnliche, auf den ersten Blick nicht immer in ihrem Sinn einfach zu durchschauende Slapsticks machten es dem Publikum von Anfang an klar: Dieser Abend im Forum des Gymnasiums Stolzenau  gehörte nicht allein dem Humor, nicht allein dem Skurrilen und vor allem nicht dem Schöngeistigen.

   Sicherlich trug die Show groteske Züge; doch auch mit dieser Einordnung würde sich Friedhelm Kändler, der Urheber der Texte, nicht zufrieden geben. Er ist bekennender WoWoet, er stellt die Fragen auf die Antworten des DaDa und schwebt somit in schwer greifbaren künstlerischen Sphären. Tiefschürfende Gedanken zum künstlerischen Background brauchte man sich also nicht zu machen. Man konnte das Programm einfach genießen – das fiel nicht schwer.

   Vier Künstler auf Hannover präsentierten eine erfrischende Revue mit Musik, Theater und Gesang, mit Flax und Illusion, Tiefsinn und heiterer Poesie. Ob im anagrammatischen Spiel, beim Rätsel um die Knotenschrift der Inka oder in der Wirrnis der Schlagersprache: Nie war das Publikum vor Überraschungen sicher. Herausragend die Sangesleistungen von Alix Dudel. Die Schauspielerin und Interpretin zeitgenössischer Chansons gilt als Grande Dame der ersten wowoetischen Stunde. …

Torsten Winter, Die Harke, 05. März 1996

Revue "Adebar naht im Eirausch" fand Anklang im Bürgerhaus Schortens

Hinreißender Sprachwitz

SCHORTENS. Wer glaubte, sich am Freitag abend im Bürgerhaus gemütlich zurücklehnen zu können und dabei von kabarettistischen Pointen und Revue-Geträller berieselt zu werden, sah sich schon nach den ersten Minuten um seinen „Dämmerabend“ gebracht. „Adebar naht im Eirausch“ nennen Alix Dudel, Friedhelm Kändler, Matthias Wesslowski und Uli Schmid ihre gemeinsame Revue. Und der Zuschauer durfte spekulieren, ob die Hannoveraner Kabarettisten diesen Titel als vielversprechende Überraschung verstehen oder als bedrohliche Ankündigung.

   Aktives Zuhören war deshalb ebenso vonnöten wie die schnelle geistige Verarbeitung der visuellen und akustischen Eindrücke. Und derer gab es, stets mit Ironie und Witz gespickt, viele: …

Jeversches Wochenblatt, 20. Januar 1997

Kabarett und literarisch zugleich

Fesselnd: Textjongleur und betörende Alix Dudel

SCHORTENS. Wenn „Adebar im Eirausch“ in einem wahren Nonsens-Dramolett zum „Haiebrei und Aramatsch“ wird, dann muss wohl Dada im Spiel sein. Oder Wowo, wie Friedhelm Kändlers moderne Form des geistreichen Halb- und Hintersinns heißt.

   Der Textjongleur fesselte das Publikum im Bürgerhaus Schortens ebenso gekonnt wie die betörende Alix Dudel, der worteverdrehende Magier Matthias Wesslowski und Pianist Uli Schmid…

   … Begeistert forderte das Publikum Zugaben. Zu denen gehörte auch Alix Dudels beschwingtes Ungezieferlied vom Schmetterling.

Wilhelmshavener Zeitung, 20. Januar 1997

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