1994 · Eine Serenade, bitte!

Aufführung im Mai 1994 im Künstlerhaus Hannover

Chansons und Texte: Friedhelm Kändler
Am Klavier: Uli Schmid

Foto: Armin Plöger

Foto: Armin Plöger

Programm (unvollständig)

Rezensionen (Auswahl)

Alix Dudels Auftritt im Künstlerhaus

Boshafte Mono-Dramen

HANNOVER. Ihre Chansontitel können so abgefeimt täuschen. „Eine Serenade, bitte“ – das klingt nach großem Leben, aber es ist der Monolog einer alternden Animierdame im tristen Machtcafé. Doch wenn es heißt: „Ich geh ins Wasser“ und jedermann eine Verzweiflungstat mit Klavierbegleitung erwartet, dann kommt ein mondänes Badewann-Couplet „zwischen Schaum und Ente“. Der frühlingshafte Tändelwunsch „Wäre ich ein Schmetterling“ entlarvt sich, buchstäblich, als tremonlierender Sehnsuchts-Chor von Wanzen, Schaben und anderem hässlichen Ungeziefer aus der Wohnküche. Alix Dudel, die Diseuse mit der voluminös vibrierenden Altstimme, ist für jede Hinterhältigkeit gut. Und sie singt nicht bloß, sie macht aus fast jeder Nummer ein kleines boshaftes Mono-Drama, mit dem sie die verehrten Besucher „intellektuell umzingelt“.

   Das lieben die Menschen an ihr. Das können sie gar nicht oft genug hören. …

… Was auch daran liegt, dass am Piano jemand sitzt, der mit ihr umgehen kann: Uli Schmid – stoisch, fingerfertig, verblüffend leichthändig. Am Ende des offiziellen Repertoires warteten die obligaten „Raben“ (die laut testamentarischer Verfügung der Künstlerin dereinst ihre sterblichen Übereste erhalten sollen, damit sie „was zu nagen haben“). Doch vorderhand gab es noch mehrere lebendige Zugaben mit dem definitiven Schlusspunkt „Adieu, adieu, adieu“, dem besonders falschen, aber ganz unschuldig hingehauchten, dabei fein vorgeübten Abschiedsschmerz. Sie kann’s echt: Alix Dudel

Heiko Postma, Hannoversche Allgemeine, 19. Mai 1994

Chansonistin Alix Dudel – charmant, frech und eine Augenweide

Publikum von Auftritt in Mariensiel begeistert – Impertinentes Frauenzimmer thematisiert Liebe und Partnerschaft
MARIENSIEL. Charmant, frech und eine Augenweide – das erklärt es wohl, warum auch ihre männlichen Fans dahinschmelzen, obwohl gerade diese bevorzugtes Ziel der kleinen Boshaftigkeiten von Alix Dudel sind. …

Wilhelmshavener Zeitung, 12. November 1994

Sängerin Alix Dudel in der Wandelhalle – Hintergründige Texte von Friedhelm Kändler

Bitterböses amüsant verpackt

BAD ZWISCHENAHN. „Ach, was würd‘ ich darum geben, könnt‘ ich ihm mal begegnen…“, singt sie und blickt bedeutungsvoll ins Publikum. Falsch. Nein, nicht vom Traumprinzen ist hier die Rede, sondern von einer anderen Spezies Mann: dem Exhibitionisten. Ein Friedhelm-Kändler-Text wie er im Buche steht. Chansons, die zwischen zarten Tönen und den Tiefen des schwärzesten Humors pendeln, genossen die Zuhörer am Sonnabend abend in der Bad Zwischenahner Wandelhalle. …

Kerstin Schumann, Nordwest-Zeitung, 06. Dezember 1995

Nahm ihr Publikum im Flug: Diseuse Alix Dudel in der "Werk-Statt"

Sie kam, sang und siegte

Der Ruf der hannoverschen Diseuse Alix Dudel war dem rauchigen Timbre vorausgeeilt. Und so schien die „Werk-Statt“ am Freitag abend schier aus den Nähten zu platzen. Nur mühsam quetschten sich die letzten Gäste in Vierergruppen an den kleinen Tischen.

   „Werk-Statt“-Premiere galt es zu feiern mit brandneuem, nachmittags erst fertig gestelltem Mini-Podium in leicht improvisierter, liebenswerter Atmosphäre. Eine Atmosphäre, zu der an diesem Abend keine besser passte als Alix Dudel. …                                                                            

Tonka Angheloff, Harke, 19. Februar 1996

Dewezet-Nachtausgabe: Alix Dudel mit "Eine Serenade, bitte"

Man muss sie erlebt haben

HAMELN. „Kultur ist Pflicht“ – und Alix Dudel müsste schließlich wissen, was sie singt. Dann ist sie selbst aber keine Kultur. Pflicht nämlich ist sie nicht – das heißt, in gewisser Weise schon: Man muss die Diseuse Alix Dudel einfach einmal erlebt haben…

Frederike Homann, Deister- und Weserzeitung, 07. August 1996

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